Bioenergie-Region Ludwigsfelde

Ziele in der Region

Eine Aufgabe hat sich das Projekt im Ausbau von Netzwerk- und Kommunikationsstrukturen zur Vorbereitung und Initiierung des technisch-investiven Ausbaus von Bioenergie-Produktions- und Versorgungsstrukturen gestellt. Neben traditionellen Ausbaukonzepten sollen auch innovative Möglichkeiten der Bioenergieerzeugung und -nutzung z.B. durch Nutzung der Flächen ehemaliger Rieselfelder für Energiepflanzenanbau betrachtet werden. Ob das sinnvoll geht, muss zuvor aber noch erforscht werden. (S. Infobroschüre als download [185 KB] )

Das Hauptziel ist mittelfristig, so weit wie möglich auf fossile Energieträger zu verzichten und durch in der Region verfügbare biogene Rohstoffe und andere Formen erneuerbarer Energie zu ersetzen. Importe von Energierohstoffen sollen bis 2050 eingestellt werden. Damit soll ein bedeutsamer Beitrag zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung geleistet werden.

Ein nachhaltiger Einsatz von Bioenergie soll gewährleistet werden, indem die Akzeptanz von Bioenergie in der Region gezielt gefördert wird und dabei Zielkonflikte zwischen Interessengruppen konsensorientiert thematisiert und gelöst werden sollen. Dabei wird eine partizipative Planung, wie sie sich in erfolgreichen dezentralen ähnlichen Projekten (z.B. Jühnde) bewährt hat, als durchgängiges Prinzip eingesetzt. Bis 2011 sollen mehrere der unten genannten Projektvorhaben (ggf. in modifizierter Form) auf den Weg gebracht sein.

Ein weiteres Ziel besteht darin, in der Region modellhaft und beispielgebend für andere Regionen Deutschlands zu demonstrieren, dass die Nutzung von erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt Bioenergie auch in kleinstädtischen Siedlungsarealen mit beschränkter konventioneller landwirtschaftlicher Nutzfläche möglich ist, indem die in städtischen Siedlungsstrukturen anfallenden biologischen Reststoffe in systematischer Weise energetisch genutzt werden. Bis 2011 soll mit der Umsetzung erster Projekte begonnen werden, bis 2015 sollen alle im Projektzeitraum als möglich beurteilten Vorhaben umgesetzt sein.

Informationen zur Methodik, Zielen, regionalen Projekten, Arbeitsteam, Projektzeitraum etc. auf der homepage: www.bioenergie-region-ludwigsfelde.de

Biomassestudie für Ludwigsfelde abgeschlossen -
Vorstellung der Potenziale und möglicher Projekte am 24. Mai 2011

Ludwigsfelde: Wie kann Ludwigsfelde auf erneuerbare Energien umstellen? Eine große Vision – angesichts der Ereignisse in Fukushima und der darauf folgenden Diskussion in Deutschland nun aber konkreter denn je. Für die Nutzung von Biomasse können auf der Veranstaltung der ARGE Bioenergie-Region-Ludwigsfelde am 24. Mai um 18.30 Uhr im Rathaus nächste Schritte in diese Richtung diskutiert werden. An diesem Abend werden Potenziale und mögliche Projekte für Ludwigsfelde der Öffentlichkeit vorgestellt und anschließend diskutiert. Ludwigsfelde gehört seit 2009 zu den 25 Bioenergie-Regionen in Deutschland, die von dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft, und Verbraucherschutz für Kommunikations- und Netzwerkarbeit finanziell unterstützt werden. Seitdem arbeitet ein Team unter der Leitung von Frau Iris Feldmann und der Schirmherrschaft von Andreas Igel – dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung- in der Stadt und initiiert Vorhaben rund um das Thema Biomasse. „Ein großer Teil der Biomasse ist schon gebunden. Unser Schwerpunkt liegt jedoch auf Biomasse, die in keiner Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht - zum Beispiel durch Nutzung der umliegenden Rieselfeldern “ erklärt Iris Feldmann und weist auf die Studie der Technischen Universität hin. „Die Erhebungen der TU Berlin zeigen, dass es durchaus noch Potenziale für eine Energieversorgung durch Biomasse in der Region gibt – die Umsetzung hängt nun von den Menschen vor Ort ab“. Auf der Veranstaltung werden die Ergebnisse der Studie und mögliche Projekte vorgestellt. Hierzu sind alle Ludwigsfelder aber auch weitere Interessenten herzlich eingeladen. „Wir stehen noch recht am Anfang auf dem Weg zu einer erneuerbaren Energieversorgung, nun müssen wir die nächsten Schritte gehen“ fordert Andreas Igel, der die Veranstaltung am 24. Mai leiten wird. Hierbei muss das Rad nicht neu erfunden werden. Es gibt schon einige Dörfer und Städte in Deutschland, die sich erneuerbar mit Energie versorgen. Von diesen Erfahrungen kann Ludwigsfelde profitieren. Herr Roloff-Ahrend von der Bioenergie-Region Mecklenburgische Seenplatte konnte als Referent gewonnen werden. Er wird einen Einblick geben, was die Kleinstadt Neustrelitz nördlich von Brandenburg schon umgesetzt hat und wie damit die Wertschöpfung aus der Energieversorgung in der Region verbleibt. Wer vor jetzt schon etwas zur Umstellung der Energieversorgung in Ludwigsfelde beitragen möchte, kann an einer Internetbefragung unter http://www.umfrage-ludwigsfelde.de/ teilnehmen. Die Erhebung, die Dr. Schwender von der Business School Potsdam für die Bioenergie-Region Ludwigsfelde durchführt, soll einen Einblick geben, wie die Ludwigsfelder sich ihre Energieversorgung wünschen.





Info:
Dipl.-Ing. Ines Braune, Ass. iur. Iris Feldmann
Bioenergie-Region Ludwigsfelde
Potsdamer Str. 31
D-14974 Ludwigsfelde
E-Mail: i.braune@bioenergie-region-ludwigsfelde.de
Tel.: +49 3378 860-663
Fax: +49 3378 860-693
Ludwigsfelde, den 11.05.2011