Teltowpark 2010

Jetzt, im Herbst 2012, wird in Fortführung der begonnen Aktivitäten rund um die Wander- und Radwege im Teltowpark die Fertigstellung der Konzeption und die Umsetzung der Regionalparkroute "Rund um Berlin" vorangetrieben, die ebenfalls interessante Routenführungen für Touristen oder zur Freizeitgestaltung bietet.

Es hat sich einiges getan: Im Zuge des Deutschen Wandertags im Juni 2012 in unserer Region wurden in der Vorbereitungszeit zahlreiche Aktivitäten und Anstrengungen unternommen, um den Wandertagsgästen ausgeschilderte Wege, Kartenmaterial, Sehenswürdigkeiten zu präsentieren.
Dies wurde teilweise von den Kommunen in Eigenregie oder von den Wandertagsorganisatoren koordiniert.
Für unsere Region des Teltowparks wurde z.B. eine neue Rad-, Wander-, Freizeitkarte aufgelegt.

Mit fachlicher Expertise werden wir eine umfangreiches Wander-, Rad-, Reit-, Wasserwegekonzept für den Regionalpark Teltowpark erarbeiten. Für dieses Naherholungskonzept haben bereits aktive Wanderer und Wege-Fachleute aus der Ludwigsfelder und Rangsdorfer Region ihre Zuarbeit zugesagt. Erste hoffnungsvolle Kontakte zu einem renommierten kartografischen Verlag haben ergeben, dass wir eine professionelle und informative Karte mit regionalen Highlights erarbeiten können. Der Regionalmarketingverein „Der Teltow“ e.V. wird darin Städten und Gemeinden, der Gastronomie und der Tourismusbranche die Möglichkeit geben zu werben und sich zu präsentieren.

Zwischenzeitlich (September '08) arbeiten mehr als 20 engagierte Menschen in Stahnsdorf, Teltow, Kleinmachnow und in einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda 21 der Stadt Ludwigsfelde als Flaneure daran, Wege und Routen zu identifizieren, zu analysieren und für Touristen und die Bewohner zu beschreiben und in ein Kartenwerk zu bringen.
Erste Kontakte zu Flaneuren in Berlin wurden aufgenommen, die die Grünen Hauptwege definiert und markiert haben und derzeitig den Inneren Parkring ausweisen. Die Wintermonate sollen genutzt werden, um gemeinsam mit den Berlinern Verbindungswege von der Großstadt in den Teltowpark - für Wanderer und Radler - zu bestimmen. Wegebeschreibungen
Nach zweijährigen Bemühungen konnte Prof. Wolfgang Hirte, Wanderwegewart der Region und Aktiver der Arbeitsgruppe, den Kleinmachnower Mauerweg vorstellen:
Wo früher Schluss war, kann jetzt spaziert werden: Zum Wendejubiläum neuer Weg am Mauerstreifen

Beherzt stapft Wolfgang Hirte durch das dichte Grün am ehemaligen Grenzstreifen in Kleinmachnow. „Wir wollten den früheren Verlauf der Mauer mit unserem Weg besser nachempfinden“, sagt Hirte, stoppt und zeigt auf einen nagelneuen Wegweiser. „Kleinmachnower Mauerweg – Nebenweg vom Berliner Mauerweg“ ist darauf zu lesen. „Hier starten wir“, sagt Hirte.
Fast zwei Jahre lang war der Wanderwegewart der Region mit freiwilligen Kräften aus der Lokalen Agenda „Wandern und Touristik“ und einigen Ein-Euro-Kräften damit beschäftigt, den Kleinmachnower Mauerweg – als alternative Streckenführung zum Berliner Mauerweg – zu gestalten. Pünktlich zum 20. Jubiläum des Mauerfalls ist die knapp 3,5 Kilometer lange Strecke jetzt fertig. Noch in den vergangen Wochen waren Helfer damit beschäftigt, die letzten Wegweiser zu verschrauben und wuchernde Büsche und Sträucher zurückzuschneiden.
Zu finden ist die neue Strecke ganz einfach: Vom Adam-KuckhoffPlatz in Kleinmachnow, an dem sich die im August eingeweihte Gedenkstele zur Erinnerung an die Maueropfer befindet, können sich Wanderer und Radler zunächst auf die Spuren des Berliner Mauerwegs begeben. Der verläuft auf Kleinmachnower Seite entlang der ehemaligen Stammbahntrasse in Richtung A 115. Kurz vor der Autobahn macht der Mauerweg einen Knick und biegt in Richtung Norden auf den Berliner Königsweg ab – genau an dieser Stelle verlief die Mauer jedoch anders, erklärt Hirte: Sie machte einen Bogen nach Süden, in Richtung des ehemaligen Grenzübergangs Dreilinden.
In Absprache mit der Stadt Berlin, die für den Verlauf und den Ausbau des offiziellen Mauerwegs zu großen Teilen verantwortlich ist, und dem Buchautor der Radwanderkarte „Berliner Mauer-Radweg“, Michael Cramer, entwickelte Hirte eine neue Streckenführung. Statt nach Berlin führt der Kleinmachnower Nebenweg zum Grenzübergang Dreilinden.
Vorbei am Panzerdenkmal, auf dem einst der erste russische Panzer thronte, der 1945 Berlin erreichte, schlängelt sich der schmale Weg in Richtung Stahnsdorfer Damm. „Zu Fuß kann man hier auf den Spuren der Mauer wandeln“, sagt Hirte. Mit dem Rad muss man einen Teil der Strecke abseits des Mauerverlaufs umfahren.
Auf dem Stahnsdorfer Damm führt der Weg dann über die Autobahn hinein in den Europarc. Hier ist bereits von weitem der sanierte Kommandantenturm zu sehen, der vom Verein Checkpoint Bravo zum Museum umfunktioniert wurde. Weiter geht es auf der ehemaligen Autobahntrasse, die einst Westberlin mit der Bundesrepublik verband.
Die alte Autobahn leitet den Radler und Wanderer bis zum Teltowkanal und darüber hinweg. In der Berliner Siedlung Albrechts Teerofen angekommen, ist der Kleinmachnower Weg zu Ende – mit Anschluss an den Berliner Mauerweg.

PNN,16.9.09

In Rangsdorf wurden drei Wanderwege, u.a. um den Rangsdorfer See herum, definiert. Sie werden derzeitig ausgeschildert.
Wir bieten Übersichten der Streckenverläufe mit freundlicher Genehmigung des Tourismusbüros Rangsdorf als download an und hoffen, dass wir in Kürze Wegebeschreibungen mit Sehenswürdigkeiten etc. an dieser Stelle veröffentlichen können.
Rundweg Grünes Herz [1.106 KB] (grüne Markierung)
Rundweg Kulturlandschaft [1.032 KB] (gelbe Markierung)
Rundweg Rangsdorfer See [894 KB] (rote Markierung)

Idylle - Historisches - Modernes

Die Flaneure (wieder-)entdecken für Touristen Sehenswertes: Storchennester, ein Schwanenpaar am Nuthefließ oder den renovierten "Säulenkonsum"...


Interessantes von der Lokalen Agenda 21 Ludwigsfelde,
Arbeitsgruppe Teltowpark

Ludwigsfelde liegt im Regionalpark des Teltow, dem Teltowpark. Unsere Landesregierung hat die Umgebung von Berlin in Regionalparks eingeteilt und sie nach ihrer Lage benannt. Der Teltowpark reicht von der Berliner Stadtgrenze bis Trebbin, und Ludwigsfelde gehört auch dazu.
Unsere Lokale Agenda 21 Ludwigsfelde (kurz: LA 21) gibt es seit Februar 2008. Der Sinn der Lokalen Agenda ist, daß verschiedene Vereine, Gruppen, einzelne Menschen gemeinsam an einem Thema, einer Aufgabe aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Kultur arbeiten. Das geschieht in Arbeitsgruppen (AG). Die AG Teltowpark hat sich als fünfte AG innerhalb der Ludwigsfelder gebildet. In ihr treffen sich Radfahrer und Wanderer, um neben den großen Rad- und Wanderwegen die kleineren dazwischen abzufahren, zu beschreiben, Interessantes aus den Ortschaften zu berichten, Entfernungen zu berechnen und Einkehrmöglichkeiten zu benennen. Ziel ist eine Verstärkung des Großstadtnahen, sanften Tourismus.
Als große Aufgabe gehören neben den Radwegen auch die Wanderwege dazu – Wanderwege innerhalb und außerhalb von Ortschaften.
Wie vielfältig das Thema ist, und dass „Wandern“ nicht nur mit Rucksack und Bergstiefeln geht, zeigt ein Rundweg vom Bahnhof Ludwigsfelde und zurück, der etwa eine Stunde dauert, und natürlich auch anders herum, etwa beginnend und enden am Kulturhaus oder an der Therme, möglich wäre:
Vom Bahnhof Ludwigsfelde wenden wir uns nach rechts Richtung Parkplatz, kommen zur Albert-Tanneur-Straße, die wir bis zur Maxim-Gorki-Straße gehen. Hier beginnt das denkmalgeschützte Dichterviertel. Erbaut nach dem Krieg im Stil des Neoklassizismus, erkennbar an den Eckhäusern mit dem langgestreckten Zwischenbau und versehen mit bodenlangen Fenstern, „Französischen Palastfenstern“. Hier und da erfreut uns im oberen Teil ein Mauerblümchen.
Wir queren die Straße, begeben uns auf den Wegen zwischen den Häusern Nummer 13 und 17 zur Goethestraße. Am Briefkasten öffnet sich der Heinrich-Heine-Platz mit seinem bemerkenswerten Denkmal des Künstlers Waldemar Grzimek. Zurück zur Goethestraße wenden wir uns nördlich und sehen jenseits der Fontanestraße die Theodor-Fontane-Grundschule (Originalinschrift) mit der Büste des märkischen Dichters. Geradezu erblicken wir den Joliot-Curie-Platz, wenden uns davor aber nach links und folgen dem Ostverbinder unter der Autobahn hindurch. Ein Waldstück gibt Erholung und läßt uns rechts durch die Bäume das Waldstadion und weitere Sportanlagen erblicken.
Von dort sind es nur ein paar Schritte und wir sehen rechts verwundert ein Gebäude im orientalischen Stil. Es ist das Kristallbad mit Therme und Sauna. Wir möchten mit Goethe sagen: „Verweile doch, du bist so schön“. Heute nicht, bestimmt ein anderes Mal. Vom Eingang mit dem charakteristischen Flair kommen wir rechts entlang in die Jahnstraße. Wieder erleben wir einen neuen Eindruck: Fünf Holzhäuser überraschen unseren Blick. Sie entstanden für die Arbeiter des damaligen Daimler-Benz-Flugzeugmotorenwerkes. Eine ganze Siedlung dieser Holzhäuser öffnet sich in westlicher Richtung beiderseits der Walter-Rathenau-Straße. Der nächste Platz erwartet uns. An dem Gedenkstein lesen wir: Karl-Marx-Platz. Rechts herum liegt vor uns der City-Treff, ehemals das Kasino, später eine KITA, jetzt ein Haus für Jugendliche in Bands und Vereinen. Durch die „Schlippe“ vor dem Gelände gelangen wir unter der Autobahn zur Fontane-Straße zurück. Auf der rechten Seite erstreckt sich das Kulturhaus, im Stil des Dichterviertels 1959 erbaut. Wir finden darin den großen Saal und das Vestibül für verschiedenartige Veranstaltungen, die Musikschule, Räume für Vereine und ein griechisches Restaurant. Rechts ist der Rathausplatz mit 12 kleinen Springbrunnen und dem 1996 erbauten Sitz der Stadtverwaltung in Glas und Beton mit der Bibliothek im oberen Teil und den Seitenflügeln mit Geschäften. Ein paar Schritte zurück in der Fontanestraße finden wir das Dichtereck, gut zu wissen für eine kleine Erfrischung, interessante Vorhaben und Literatur zu unserem Rundweg – wir nennen ihn Wanderweg Kultur und Sport, denn er führt durch die neuere Kultur und Geschichte Ludwigsfeldes ebenso wie zu einer wichtigen Sport- und Erholungseinrichtung. Durch die Andersen-Nexö-Straße, weiter nach links in die Albert-Tanneur-Straße erreichen wir den Bahnhof.

Lokale Agenda 21 Ludwigsfelde
(Träger: SPAS e. V.)
Arbeitsgruppe Teltowpark








Wegebeschreibungen

Die Wegebeschreibungen werden derzeit durch Arbeitsgruppen in Stahnsdorf, Kleinmachnow, Teltow und Ludwigsfelde gesammelt und überarbeitet.
Der aktuelle Stand steht den Teammitgliedern im internen Bereich kennwortgeschützt zur Verfügung.

Die Fraktionen BfB/BIK/BIT haben auf unsere Anregung einen Antrag in die KAT eingebracht, einen gemeinsamen (harmonisierten) Wander-, Rad-, Reitwegeplan für die drei Orte zu erstellen.
Dies ist in der Sitzung vom 24.2.2010 beschlossen worden.
Vielen Dank an die BfB/BIK/BIT-Fraktionen für ihr Engagement, unser Anliegen zu formulieren, einzubringen und zu diskutieren.
Wir stellen selbstverständlich die von unserem Verein geleisteten Vorarbeiten und Erfahrungen aus vielen Gruppen-Projekten (s. bspw. Teltow-Bike) zur Verfügung.